Warum bekommen wir Kopfschmerzen, nachdem wir Wein getrunken haben? Und helfen angebliche Heilmittel wie Kaffee oder Aspirin wirklich? Auf unserem Wine Genius Blog sagen wir Dir, was wirklich gegen Kopfschmerzen hilft und wie Du sie vermeiden kannst!

Wer kennt das nicht: Es war ein super Abend! Tolle Gesellschaft! Nette Gespräche! Und ein klasse Wein! Nur diese fiesen Kopfschmerzen am nächsten Morgen…

Kopfschmerzen nach einem Glas Wein

Wie Ihr bestimmt wisst, hängen Kopfschmerzen häufig mit der konsumierten Menge an Wein zusammen. Das liegt natürlich vor allem an dem enthaltenen Alkohol im Wein. Um den Alkohol abbauen zu können benötigt die Leber allerdings Wasser und Sauerstoff. Wenn wir zu viel Alkohol trinken reagiert unser Körper darauf unter anderem mit einem erhöhten Harndrang, was uns dehydriert und in einem schnellen Entzug von Mineralstoffen aus dem Blut resultiert. Durch diesen Vorgang fehlen wiederum Sauerstoff und Mineralstoffe, um unser Gehirn ausreichend zu versorgen – et voilà: hier kommen die Kopfschmerzen!

Dementsprechend ist zu viel Alkohol nicht gerade gut für den Körper.Der Alkohol im Wein kann also zu Kopfschmerzen führen – allerdings ist er daran nicht alleine Schuld.

Aber woher kommen denn nun diese Kopfschmerzen?

Wine Genius Tipp:

Ihr könnt eine hohe Schwefeldosis feststellen, indem Ihr vor dem Trinken intensiv am Wein riecht. Wenn Ihr den Geruch des Weins tief einatmet und ein sofortiges Stechen am oberen Ende der Nase und ein unangenehmes Ziehen an der Stirn Innenseite feststellt, solltet Ihr den Wein besser nicht trinken.

Häufig ist Schwefel im Wein Schuld daran, dass Ihr Kopfschmerzen bekommt!

Man hört oft, dass Schwefel im Wein für die Kopfschmerzen verantwortlich ist. Ist er auch tatsächlich manchmal – aber nur, wenn er sehr hoch dosiert wurde, was heutzutage längst nicht mehr so oft vorkommt wie früher.

Das sollte aber nicht mehr besonders häufig vorkommen, da es mittlerweile gesetzliche Einschränkungen gibt, die ein totales Überschwefeln verhindern. Trotzdem kann es immer noch verstärkt bei Billigweinen zu einer überhöhten Schwefeldosis kommen.

Wein & Kopfschmerzen? 5 Tipps die das verhindern!

Kopfschmerzen werden durch Histamine verursacht!

Die Hauptursache für Kopfschmerzen bei Wein sind sogenannte Histamine. Zum einen sind Histamine Naturstoffe im menschlichen Körper, die zu allergischen Reaktionen führen können, aber auch das Immunsystem bei der Abwehr körperfremder Stoffe unterstützen. Zum anderen sind Histamine ein natürlicher Bestandteil einer Weintraube. Beim Gärungsprozess des Weins entstehen dann weitere Histamine.

Wine Genius Fact:

Histamine kommen nicht nur im Wein, sondern auch im Weizenbier, im Sauerkraut oder vor allem auch in Meeresfrüchten vor.

Aber wie genau kommt es ist jetzt zu den Kopfschmerzen?

Der Prozess, in dem Alkohol abgebaut wird, heißt Alkoholdehydrogenase (AHD). Die AHD benötigt für den Abbau von Alkohol eine große Menge an Sauerstoff aus dem Blut. Da über den Wein zusätzliche Histamine in den Körper gelangen, entsteht ein Histaminüberschuss. Um diesen Histaminüberschuss abzubauen benötigt der Körper eine weitere große Menge an Sauerstoff aus dem Blut. Genau hier liegt der Kniff in der ganzen Sache. In der Sauerstoff-Rangordnung steht AHD ganz oben, daher werden die Histamine nicht abgebaut und können sich ungehindert im Körper ausbreiten. Durch den Histamineüberschuss und dem Sauerstoffmangel im Blut kommt es zu einer Gefäßerweiterung im Gehirn. Dies führt dann zu leichten Kopfschmerzen bis hin zur totalen Migräne.

5 Tipps, mit denen Ihr Kopfschmerzen noch vor dem Trinken vermeiden könnt:

1. Verzichtet auf die Kreuzung von Meeresfrüchten und Wein
2. Verzichtet auf die Kombination aus gereiftem Käse und Rotwein
3. Haltet Euch wenn möglich an eine Art alkohlhaltiger Getränke
4. Verzichtet möglichst auf den Kaffee am nächsten Morgen – Kaffee entzieht dem Köper nur noch mehr Wasser und kann dadurch Euren Kater verschlimmern
5. Das Nikotin in Zigaretten senkt den Alkoholspiegel und vermittelt das Gefühl noch mehr trinken zu können, was Eure Kopfschmerzen im Nachhinein natürlich verstärken kann

Doch was ist, wenn Ihr den Alkohol bereits getrunken habt? In unserem nächsten Blogbeitrag erklären wir Euch, was Ihr noch auf dem Weg ins Bett gegen den Kater am nächsten Tag unternehmen könnt!